San Bernardino

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San Bernardino

Beitrag  Harald Schmitz am Mo Jan 03, 2011 8:59 pm

Der Ypacaraí See im Kreuzfeuer, der gewollte Tourismus und die nötige Industrie
verseuchen weiterhin das Gewässer
Von Jan Päßler on 07.Okt.2010

San Bernardino: Schon seit zehn Jahren ist immer mehr die Verschmutzung des 90
km² großen Sees von Paraguay zu beobachten. Jahrelang wurde zugesehen, wie sich
der Zustand des Wassers verschlechtert. Die natürliche Farbe schwindet weil die
Abwässer fast überhand nehmen. Der See reinigt sich nicht mehr selbst. San
Bernardino lebt von dem nicht ganz sauberen Nass und verbucht jede Sommersaison
neue Besucherrekorde. Die kleine High Society Asuncions verlagert sich komplett
in diesen „sommerlichen Ort“ mit rund 10.000 Einwohnern.
Von Seiten des Staates wird zwar zusammen mit den See – Gemeinden (Areguá, San
Bernardino und Ypacaraí) gegen die Verschmutzung gearbeitet aber anscheinend
nicht mit dem Ziel etwas zu bewegen bzw. die Qualität des Wassers zu verbessern.
Echte Resultate wurden nicht verzeichnet.
Algen treten verstärkt auf als Folge der Unterversorgung des Wassers durch
Sauerstoff. Dieser Prozess raubt dem See die so typische Farbe. Der Ablauf, des
zuerst Tacycua See genannten Gewässers, ist der Rio Salado, welcher später in
den Rio Paraguay fließt.
Obwohl die Unternehmen ausfindig gemacht wurden, die für die Verschmutzungen
verantwortlich sind kam kein wirklicher Sinneswandel zustande, zumal eine echte
Kanalisation in den betroffenen Orten komplett fehlt. Somit sind teilweise die
Touristen an der Verschmutzung schuld.
Efraín Alegre, der Minister für Öffentliche Bauten und Kommunikation sieht den
strategischen Plan für den Ypacaraí See, als eine seiner Hauptaufgaben an, für
seine Dienstzeit unter Fernando Lugo.
Am 7. Mai 1990 wurde per Dekret Nr. 5.686 der See zum Nationalpark erklärt. So
wie auch andere Nationalparks leidet dieser leider unter einer schlechten
Administration. Ein jeder Tourist von San Bernardino, ob Paraguayer, Deutscher
oder Schwede, kann dafür sorgen, dass sich das Bioklima des Wassers erholt,
seinen Teil dazu geben den Nationalpark zu retten. Sad
Autor: Jan Päßler
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